Die Idee für diesen Blogpost kam bei einem Shooting am vergangenen Sonntag. Jasmine fragte mich etwas ähnliches wie : „Wie fotografierst Du eigentlich bei wechselnden Lichtbedingungen? Was veränderst Du, was stellst Du ein?“

Meine 1. Reaktion war: „Eeehm gar nichts ändere ich…“ und stammelte was vor mich hin.

Was so im nachhinein betrachtet nicht richtig ist. Natürlich stelle ich die Kamera um und mache mir Gedanken über das Licht, aber das mache ich meistens schon so automatisch bzw intuitiv, dass ich es nicht mehr bewusst wahrnehme. Am gleichen Abend noch kamen meine Gedanken zurück zu diesem Thema.

Wie reagiere ich also auf wechselnde Lichtbedingungen?

Wechselnde Lichtbedingungen heißt für mich : Der Himmel ist nicht grau in grau, aber auch nicht permanent sonnig und wolkenfrei. Sprich wir haben Sonne und Wolken im Wechsel.

Hier kann ich nicht nur das Licht betrachten, sondern muss auch die Location bedenken und mich fragen : „Habe ich einen Assistenten?“, „Kann ich mein Model/meine Models anders positionieren, oder muss ich die Gegebenheiten hinnehmen und das Beste draus machen?“.

Ich schaue, dass ich das Model in den Schatten stellen kann und dann mittels Reflektor aufhelle.  Geht das nicht, schaue ich, dass das Model mittels Reflektor abgeschattet wird. Wechselt das Wetter nur langsam, wechselt der oder die Assisentin von Abschatten bei Sonnenlicht zu Aufhellen bei Wolken. Wechselt sich die Situation permanent oder sagen wir recht zügig und die Location gibt den ständigen Wechsel des Assistenten nicht her, belasse ich es beim Abschatten des Models.

Natürlich ändert sich auch die Helligkeit immer ein wenig und ich muß die Belichtung anpassen. In der Regel fotografiere ich im manuellen Modus mit einer recht offenen Blende.  Die Belichtung wähle ich so, dass ich beim Wechsel von Sonne auf Wolken jederzeit auch eine längere Belichtungszeit einstellen kann, und trotzdem keine Verwackelungs-Unschärfe bekomme. Ich stelle also immer nur die Belichtungszeit um; selten ändere ich den ISO Wert. Wenn ich nur 1 Wert umstellen muss, kann ich auch einigermaßen schnell reagieren. Mich stört es auch nicht immer, wenn das Bild leicht über- oder unterbelichtet ist, da ich aus den RAW Files in Lightroom noch jede Menge herausholen bzw korrigieren kann.

Eine andere Variante ist im AV Modus (Canon) zu fotografieren. Beim AV Modus gibst Du die Blende vor; die Belichtungszeit macht die Kamera selbst. So hast Du immer eine korrekte Belichtung. Diesen Modus verwende ich grundsätzlich auch  gerne, wenn auch eher selten. Ich nutze den AV Modus besonders dann, wenn ich schnell reagieren muss, mich dabei auch auf eine „gute“ Belichtung verlassen will und eventuell vorher nicht weiß, wie das Licht wird. Das könnte z.B ein Konzert sein oder eine Hochzeit.

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