Hallo liebe Freunde. Ich heiße Sandra und ich bin süchtig nach Texturen. Endlich ist es raus ;-)

Der eine weiß genau wovon ich spreche- der andere hat vllt. schonmal von Texturen gehört und sofort nur an einen dreckigen schmutzigen Look auf Fotos gedacht, oder sie noch nie verwendet.

Wie läßt sich das Wort „Textur“ am besten beschreiben?! Wikipedia sagt: „eine spezielle Gewebestruktur“ oder hinsichtlich Computergrafiken: „eine Computergrafik als „Überzug“ für 3D-Modelle“. Letztendlich enthält eine Textur eine bestimmte Oberfläche, eine Struktur, ein Muster oä. Das wird deutlich, wenn man in der Google Bildersuche nach „Textur“ sucht.

Man kann Texturen in Photoshop  unglaublich vielseitig einsetzen:

  • als Hintergrund
  • für bestimmte (Farb) Looks
  • im Bereich DarkArt für Risse in der Haut, im Gebäude usw zB

 

Das ist auch der Grund, warum ich es liebe mit Texturen zu arbeiten. Mit verschiedenen Ebenenmodi lassen sich unterschiedliche Effekte zaubern.

Meistens verwende ich in Photoshop CC „Ineinanderkopieren“ oder „Weiches Licht“. Aber auch im Modus „Negativ multiplizieren“ lässt sich etwas zaubern.

Wer noch nie mit Texturen gearbeitet hat, dem empfehle ich ganz dringend damit anzufangen! :))

Im folgenden Bild von Amy Lee war der Hintergrund zunächst dunkel. Durch das Hinzufügen der Eis Textur im Modus „Negativ multiplizieren“ wurde der Hintergrund aufgehellt und die entsprechende Textur sichtbar. Der eisige Look der Textur paßte hier perfekt. (Quelle der Textur: http://sirius-sdz.deviantart.com/art/texture-153-157743370)

 

Mit und ohne Textur Vergleich (Mouseover):

Vergleich Bild mit Textur Overlay und ohne

 

Wie man am Screeenshot erkennt, habe ich das Gesicht des Models auf der Texturen Ebene ausmaskiert, damit die Eis-Struktur dort nicht sichtbar wird.

 

Texturebenene Photoshop

 

 

 

Ein weiteres Beispiel ist dieses zerfallene Gebäude. Farbtechnisch hab ich mich für einen Look ähnlich dem von „The Walking Dead“ entschieden. Ich fügte eine Textur mit Rissen ein, um den Zerfall deutlicher zu machen. Denn im realen Leben wackeln hier förmflich die Wände und das Gebäude ist sehr morsch. Das kam aber auf dem Foto nicht rüber. Das Einfügen von Rissen kann man auch mittels Brushes machen. Doch die liegen nicht immer passend oder in guter Auflösung vor. So bevorzuge ich persönlich eine hochauflösende Textur, die ich mittels passender Ebenenmodi verrechnen lasse.
Mit und ohne Textur Vergleich (Mouseover):

Lost Place im Walking Dead look

 

 

Im folgenden Bild von Salome Sinthetic habe ich die Texturen zum einen dafür verwendet, um den grauen (durch Weißabgleich bläulich wirkenden) Hintergrund aufzulockern, aber auch, um dem Bild insgesamt einen bestimmten Farblook der Textur zu geben.

Hier kamen gleich mehrere Texturen zum Einsatz. Dabei habe ich das Model wieder leicht ausmaskiert, damit zB der „Canvas“ Effekt nicht so stark auf der Haut des Models zur Geltung kommt.

Texturen von http://sirius-sdz.deviantart.com/art/Texture-304-338009550, http://shadowhousecreations.blogspot.de/2010/07/texture-of-day-archaic-frame.htmlhttp://shadowhousecreations.blogspot.de/2010/07/textures-of-day-totd-i-thru-iii.html & cgtextures.com
Mit und ohne Textur Vergleich (Mouseover):

Zum Schluss noch ein Photoshop Tip:

Über die Ebenenstile kannst Du helle und dunkle Teile einer Textur ausblenden. Um helle Bereiche unsichtbar zu machen schiebst Du den Regler wie in diesem Bild nach links richtung Schwarz.

Umgekehrt funktioniert das genauso: Um dunkle Bereiche auszublenden, schiebst Du den schwarzen Regler nach rechts Richtung Weiß. Durch drücken der ALT Taste (unter Win), kannst Du die Pfeile in 2 Pfeile splitten. Damit läßt sich das Ein- und Ausblenden noch genauer abstimmen. Probier’s mal aus :)

Beispiel Ebenenstile Photoshop CC

 

Ein kurzes Beispiel zum Ausprobieren:

Lade Dir folgende 2 Bilder/Texturen bei cgtextures.com herunter (kostenfeier Account notwendig):

– RooftilesBitumen0008_L

– Flames0045_1_S

(einfach in die Suche eingeben)

Die Qualität ist zum Testen erst einmal egal :)

Öffne die helle Textur „Rooftiles…“ in Photoshop.

Lege nun das Flammen Bild in einer neuen Ebene über die Textur.

flamme_textur

Klicke die Flammen-Ebene an und klicke dann im Ebenen Fenster unten auf Ebenenstile (oder über das Menü Ebene–>Ebenenstil).

Schiebe jetzt den schwarzen Regler nach rechts. Teile auch einmal den Pfeil, indem Du mit gedrückter ALT Taste auf den Pfeil drückst und gleichzeitig nach rechts schiebst. Du siehst nun 2 halbe Pfeile. Nun kannst Du noch feiner abstimmen, was sichtbar sein soll und was nicht.  Und das ohne, dass Du über eine Maske arbeiten mußt. Ich halte hier eine Kombi von beiden für sinnvoll.

schwarz_ausgeblendeet

 

Photoshop CC kann Flammen erstellen; dies soll also nur ein anschauliches Beispiel sein, was man mit Ebenenstilen machen kann :)

Tolle Quellen für Texturen sind:

 

Texturen kann man wunderbar selbst fotografieren. Seht Euch einfach nach Mustern um und fotografiert sie.

1 comment on “Texturen-Vielseitig einsetzen mit Photoshop”

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.