In Teil I erzählte ich Euch bereits in ausführlicher Form von meinen Problemen Indoor mit  entfesseltem Blitz zu fotografieren.

Meine Probleme waren zusammengefasst:

  • Kombination Walser Softbox und Nissin Di622 zauberten kein weiches Licht
  • Molton Hintergrund hat zuviele Falten

Ich habe noch ein Beispielfoto aufgetan, wie das Licht aus dem Nissin Blitz rauskommt (Kreuz-reflexion auch in den Augen erkennbar)


Ich habe diese Bilder auch noch mit offener  Blende gemacht und ein ähnliches Ergebnis erzielt. Natürlich war das Kreuz dann nicht mehr so stark erkennbar, als mit Blende 22.
Hier war nur sichtbar, das der Blitz eben nur gerade heraus blitzt und nicht die gesamte Softbox Licht abgab. Damit war die Softbox witzlos- wie sollte hieraus weiches Licht werden?
Nachdem ich dann mal Sam Jost mein Leid klagte, lieh er mir  einen seiner Blitze sowie einen Schirm & Funkauslöser. Denn er konnte meine Probleme mit seinem vorhandene Equip nicht nachvollziehen.

Ich hatte somit eine super Möglichkeit, das ganze einmal mit anderem Equip auszuprobieren.

Und siehe da- durch das Einstellen des Reflektors am Blitz auf einen sehr weiten Winkel und einem weißen Durchlichtschirm davor, hatte ich plötzlich ultra-weiches Licht. Weiches Licht?! Nun sagen wir-ich hatte weiche Schattenverläufe-und das war ja genau das, was ich wollte.

Endlich nicht nur frontal-„tot“blitzen sondern endlich auch mit Schatten arbeiten könnten, die MIR gefallen.

Dummerweise habe ich alle Fotos der neuen Testreihe gelöscht und kann Euch somit keines  mehr zeigen. :(

Mit dem Schirm und dem Aufsteckblitz ist beispielsweise dieses Bild entstanden:

 Jetzt stand ich vor der Entscheidung:

Weiterhin in Aufsteckblitze investieren oder einen günstigen Studioblitz kaufen?

Da ich mit dem Aufsteckblitz bei ISO 100 und f8.0 bereits an der maximalen Leistung angelangt war, kam für mich nur ein Studioblitz in Frage. Damit hätte ich auch nicht mehr die lästige Wiederaufladezeit und keine Akku-Probleme.

Durch das DSLR Forum stieß ich immer wieder auf die Marke „Jinbei“.

Sie ist bezahlbar und die Leistung soll auch recht gut sein.

Nach einigen Ebay Auktionen ersteigerte ich mir dann den baugleichen Championata Blitz (vertrieben durch Foto Walser).

Eine detaillierte Vorstellung des Blitzes folgt separat.

Mein vorhandenes leichtes kleines Lampenstativ mußte ersetzt werden, denn den „neuen“ würde er samt Lichtformer nicht mehr zuverlässig halten.

Das Probem mit dem faltigen Molton ließ sich recht einfach lösen:

Es kam nur ein Papierhintergrund in Frage. Und zwar als erstes ein grauer Hintergrund, da sich dieser auch besonders gut für Bildbearbeitungen eignet (Hintergrundpapier Thunder Grey bei Foto Walser).

Der ist aber mit 270cm ziemlich breit; 130cm war mir aber zu klein. So macht ich mich schlau, ob man diese Rollen auch kürzen kann und wenn ja womit? Das würde mit einer Stichsäge (und viel Schweiß ;-) ) problemlos gehen.

Meine gewünschte Breite war 230cm.

Doch wie anbringen? Mobiles System oder Haken?

Ich entschied mich für die Haken. Weitere Stative wollte ich nicht in meinem kleinen Wohnzimmer stehen haben; und eine Rolle in der Länge würde ich ohnehin niemals im Auto transportieren können.

Die Befestigungshaken wurden an der Decke befestigt. Die Hintergrundrolle bleibt auch bei nicht-Shootings in der Befestigung. Ich fürchtete, das sie uns und den Besuch stören würde, doch das ist nicht der Fall-es schaut keiner nach oben und ich kann jederzeit das Papier zum Fotografieren verwenden.

Ich würde im nachhinein wohl doch eher ein mobiles Stativ-System für den Hintergrund verwenden. Auch wenn kaum einer hinsieht, sieht die Rolle an der Decke doch etwas seltsam aus.

Das kleine Heimstudio ist mit minimalster Austattung somit fertig geworden.

Hier eine Zusammenfassung, der verwendeten Artikel samt der Preise:

  • Hintergrund-Haken-Set inkl. „Expan“ zum Auf- und Abrollen http://bit.ly/sXiWOo 59,99 Euro
  • Hintergrundkarton „Thunder Grey“ http://bit.ly/vTFOAF 59,99 Euro
  • Jinbei DP-400 (bzw Championata RD-400) http://bit.ly/vpDAJ9 hier 179,00 Euro; via Ebay für 113 Euro
  • walimex FT-8051 Lampenstativ, 260cm 24,99 Euro (via amazon.de)
  • Schirm Jinbei „Reflexschirm“ (ist aber Durchlicht) http://bit.ly/rsfZbl 17,50 Euro

Macht zusammen: 275.47 Euro – und schon hat man für kleines Geld ein kleines Heimstudio.

Vergessen zu erwähnen habe ich allerdings den Faltreflektor samt Halterung. Diesen habe ich mir schon früher einmal zugelegt (dürfte zusammen mit der Halterung bei ~60 Euro liegen).

Natürlich ist dieses Heim-Studio nicht mit einem echten Fotostudio vergleichbar.

Schon allein der Umstand das die Wände farbig reflektieren läßt dem „Profi“ die Haare zu Berge stehen.Für mich und meine Arbeiten reicht es aber aus. Und dank der Graukarte kann ich auch relativ simpel den Weißabgleich in RAW machen.

Der übrig gebliebene Molton Stoff dient jetzt prima als Licht-Barriere an der Wand. Den hänge ich bei Bedarf auf und reduziere damit einen Farbstich.

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