Ich schaue mir sehr gerne schöne Hochzeitsfotos und -reportagen an. Man fühlt quasi die Aufregung, die Romantik & Liebe.

Doch selbst fotografieren? Ich sagte mir immer: Niemals!

Diesen Tag gibt es nur einmal für ein Paar (naja,sollte es geben ;))  und sollte auch dementsprechend festgehalten werden. Versagen kann man sich hierbei nicht leisten.

Nunja-bis zu dieser Anfrage sagte ich mir das immer wieder, wenn ich mich fragte, ob ich auch einmal Hochzeitsbilder machen sollte.

Ich brachte Anett die Shooting-Fotos unseres letzten gemeinsamen Shootings und sie erzählte mir freudig und aufgeregt, das sie und David heiraten würden und ob ich die Fotos machen könnte.

Ich schluckte und erklärte, das ich das nicht alleine machen würde, da sollte dann schon ein 2. guter Fotograf dabei sein und ich fotografiere dann nur nebenbei. Im Grunde wollte ich absagen. Nach gut 1-2 Wochen ohne Kontakt fragte mich Anett noch einmal und sagte, das sie mir da vertrauen würde und es schon gelingen würde.

Mein Herz wollte unbedingt und der Verstand sagte:Nein! Wie soll ich sagen-das Herz war lauter 😉 Schließlich wußte ich ja bereits, das es keine gewöhnliche Hochzeit werden würde und umso mehr hatte ich Lust die Fotografin dabei zu sein. Gleichzeitig natürlich immer die Angst zu versagen…

Nils machte mir Mut und gab mir ein paar Tips u.a. zu der Standesamt-Location (eine Mühle). Ich hatte zudem Sorge aufgrund meiner nicht gerade lichtstarken Objektive und so lieh er mir noch das Tamron AF 17-50mm 2,8 XR Di II  und einen Flash Bender für den Nissin Di622 (Danke noch einmal auch an dieser Stelle! 🙂 ).

1 Woche vor der Trauung traf ich mich mit dem Paar und wir machten ein kleines Probe Shooting. Es sollten „nur“ ein paar schöne Paar-Fotos werden und natürlich Bilder von Freunde & Familie.

Ich entspannte mich ein wenig- bis zum Tag vor der Hochzeit. Ich habe nur einen Kamera Body-was ist,wenn der nicht mehr funktioniert?? Ein Kollege half mir aus und lieh mir kurzfristig noch seinen Body samt Akkus und Speicherkarten (Danke Dirk!!).

Etwa 1 Std vor der Trauung bekam ich noch einmal richtig Muffe und fragte mich immer wieder: „Worauf hast Du dich da bloß eingelassen?Nie wieder!“

An der Mühle angekommen traf ich bereits auf den Bräutigam und einen Teil der Familie. Ich stellte mich beim Standesbeamten vor und sicherte mich ab, das das Fotografieren insbesondere mit Blitz ok wäre.

Die Trauung selbst war wunderschön; auch ich vergoss ein paar Tränchen bei dem wundervollen Hochzeitslied, das für die beiden gespielt wurde.  Natürlich machte ich auch hier ein paar Bilder. Nach dem „Knuddeln“ und Gratulieren folgten Gruppenfotos vor der Mühle.

Anschließend wollten wir die obligatorischen Pärchen-Fotos machen. Ursprünglich planten wir ca. 30 Minuten dafür ein. Der Regen machte uns aber einen Strich durch die Rechnung: Nicht einmal 15 Minuten hatten wir, um diese Fotos zu machen.  Da es nicht mehr aufhörte zu schütten, brachen wir ab und fuhren zum Restaurant.

Zwischen Trauung und Essen spielte ich im Auto die Bilder auf das Macbook und luscherte natürlich doch ein klein wenig auf die Bilder. Und ich war zufrieden 🙂

Im Restaurant bzw davor machten wir auch ein paar schöne Bilder-zur Sicherheit, falls es an der Mühle doch nicht so geklappt hat.

Bevor ich Euch nun weiter langweile mit den Details der wirklich sehr schönen Hochzeit & Hochzeitsfeier geb ich ein kleines fotografisches Fazit ab und zeig‘ Euch mit Erlaubnis des Brautpaares auch ein paar Bilder.

  • sich Durchsetzen hinsichtlich Posing; gerade wenn das Wetter nicht sehr mitspielt
  • immer  einen 2.Body dabei haben; man fühlt sich einfach sicherer
  • während der Trauung nicht allzu zurückhaltend zu sein; während des „Ja“ Wortes ruhig offensiver hinstellen und Fotos machen
  • Schokolade vorher tut den Nerven unheimlich gut!
Bei der Bearbeitung habe ich mich sehr schwer getan. Es sollte etwas passendes sein, das aber auch „Eltern“ tauglich ist.
So probierte ich vieles aus-was mir heute noch gefiel, fand ich am folgenden Tag nicht mehr schön. Es dauerte also etwas, bis ich mich für einen bzw 2-3 Looks entscheiden konnte.
Bearbeitet sind die Bilder  in Lightroom 3.
Würde ich noch einmal Bilder einer Hochzeit machen? Ich weiß es nicht 🙂 Es hat Spaß gemacht, aber mein innerer Druck war auch sehr hoch.
Vielleicht mal eine Reportage mit 2 Fotografen;das könnte ich mir sehr gut vorstellen. Es gibt soooviel zu fotografieren…:)

4 comments on “Hochzeitsfotos-Mein 1. Mal”

    • Ach ich weiß nicht-ich bin vor jedem „sonstigen“ Shooting auch immernoch aufgeregt, obwohl ich schon etwas mehr Übung habe ….Aber ich glaube das ist auch ganz gesund/gut so, dann strengt man sich an 🙂

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